Konzept

Denkmäler sind Zeitzeugen, deren Wert, Handwerkstradition und Schönheit geschützt und für unsere nachfolgenden Generationen erhalten werden sollen. Die Finanzierung der Unterhaltungskosten wird jedoch auf Grund knapper werdender öffentlicher Mittel zu einer großen Belastung.
Im Laufe der vergangenen Jahre wuchs in Hamburg der vom Denkmalschutzamt bescheinigte Erhaltungsaufwand von 16 Mio Euro im Jahr 2001 auf über 68 Mio Euro im Jahre 2003. Bundesweit wurden die Aufwendungen für Modernisierung und Sanierung im Bestand auf 115 Milliarden Euro im Jahr 2004 geschätzt.

Traditionell gibt es zwei widerstreitende Konzepte im Umgang mit (historischer) Bausubstanz: die sporadische Sanierung im Rhythmus von 15-20 Jahren, oft im Zuge eines Eigentümerwechsels, und die kontinuierliche Pflege. Insbesondere bei der Erhaltung von Denkmälern, gehen die sporadischen Maßnahmen sehr zu Lasten der Substanz.

Die Analyse von Gebäuden führt häufig zu der Erkenntnis, dass die Ursachen großer Schäden in kleinen Mängeln liegen, die nicht rechtzeitig erkannt worden sind.

Erreichen Bauteile nicht ihre technische Lebensdauer liegen in der Regel drei Gründe vor: in etwa 60% der Fälle liegt die Ursache in vernachlässigter Pflege und Wartung. Nur etwa 40% entfallen auf Mängel bei der Verarbeitung, falsche Konstruktionen und Detaillierung und unsachgemäße Nutzung. (Schadensursachen nach Häufigkeit lt. Monumentenwacht Nederland seit 1978)

Erhaltungsaufwand an Denkmälern sowie Aufwendungen für deren sinnvolle Nutzbarmachung sind zu 90% von der Einkommensteuer absetzbar. In vielen Veröffentlichungen zum Thema Bauunterhaltung (Bauschadensbericht BRD 1996, Europarat: Erklärung zur Erhaltung des Kulturellen Erbes in Europa, Helsinki 1996…) wird eine systematische Pflege und Wartung der Bausubstanz angemahnt. Es sind geeignete dynamische Erhaltungsstrategien zu entwickeln und in der Praxis umzusetzen.